Den öffentlichen Nahverkehr in Gütersloh attraktiver machen – Ticketangebote des ÖPNV weiterentwickeln.

Stadtbus ÖPNV in Gütersloh Bild: Stadtwerke Gütersloh, SWG

SPD-Antrag im Planungsausschuss:

„Wir wollen den öffentlichen Nahverkehr in Gütersloh attraktiver machen, damit mehr Menschen den Bus in der Stadt nutzen. Zu diesem Zweck sollen die Ticketangebote des Gütersloher ÖPNV weiterentwickelt werden“, mit diesen Worten fasste der planungspolitische Sprecher Dr. Thomas Krümpelmann die Zielsetzung des SPD-Antrages für den Planungsausschuss zusammen.

Die SPD weist darauf hin, dass im „Masterplan Klimafreundliche Mobilität“ für den öffentlichen Nahverkehr elf verschiedene Maßnahmen oder Projekte vorgeschlagen werden, von denen einige schon bearbeitet werden. So bieten die Stadtwerke während der Umgestaltung des Konrad-Adenauer-Platzes das so genannte  „Baustellenticket“ an.

„Diese Aktion soll für die Dauer des Straßenbaus in der Berliner Straße verlängert werden. Das Ticket kostet 1 €, und der Leistungsumfang ist mit dem Einzelticket vergleichbar. Diese Aktion kann als ein erstes „Schnupperangebot“ im Sinne der Maßnahme 11 des Masterplans Klimafreundliche Mobilität gesehen werden“, so Dr. Krümpelmann weiter. Die SPD hält es für sinnvoll, die laufende Aktion als Maßnahme der Klimafreundlichen Mobilität weiter zu führen und gegebenenfalls durch zusätzliche Aktionen und Werbemaßnahmen zu ergänzen.

Darüber hinaus fordert die SPD, dass die Weiterentwicklung der Ticket-Angebote des Gütersloher ÖPNV, insbesondere die Angebote der Monatskarten und Abos, geprüft werden soll. Im Tarifbereich „Der Sechser“ gibt es zwischen den größeren Städten erhebliche Unterschiede bei den Monatskarten, den Monatskarten ab 9 Uhr und den zugehörigen Abo-Varianten. Hier ist zu prüfen, ob erfolgreiche Modelle auf Gütersloh übertragbar sind.
In dem SPD-Antrag werden zudem einige weitergehende Vorschläge gemacht, die zu prüfen sind: So könnte die Idee einer „Gütersloh Card“ – ein bezahlter Stadtpass – zusätzliche Kundinnen und Kunden bewegen, den Bus zu nutzen. Auch das Modell „1000 Testfahrer“ könnte eine Werbemaßnahme zum Umstieg auf den Bus sein. Dabei bezahlt die Stadt die erste Monatskarte, die zweite der Testfahrer und im dritten Monat erfolgt die Umwandlung in ein (fast) normales Abo mit monatlicher Kündigung.

„Wenn wir für Gütersloh im Sinne des Klimaschutzes eine moderne Verkehrsstruktur mit weniger Schadstoffbelastungen und mehr öffentlichem Nahverkehr erreichen wollen, dann müssen wir den ÖPNV attraktiver machen für mehr Nutzerinnen und Nutzer. Hierzu sollten die Ticketangebote entsprechend weiterentwickelt werden“, ergänzte Dr. Siegfried Bethlehem als Vorsitzender des Umweltausschusses abschließend.