Holzheide als Standort für den Bau einer zusätzlichen Flüchtlingsunterkunft nicht geeignet – SPD fordert eine Alternative für diesen Standort

"Der Handlungsdruck zur Schaffung von Unterbringungsmöglichkeiten für Flüchtlinge, die in die Stadt Gütersloh kommen, ist unbestreitbar und groß. Es ist sinnvoll, wenn die Stadt jetzt kurzfristig den Bau neuer Kapazitäten der Unterbringung plant. Der Standort Holzheide ist jedoch aufgrund der bereits bestehenden sozialen Lage und Struktur vor Ort nicht geeignet für den Bau einer zusätzlichen Flüchtlingsunterkunft. Eine weitere Unterkunft in der Holzheide birgt das Risiko, die Entwicklung eines sozialen Brennpunkts in unserer Stadt zu verstärken", mit diesen Worten kommentierte Matthias Trepper als SPD- Sprecher im AWI die Vorschläge der Verwaltung für den Bau von Flüchtlingsunterkünften.

In zwei sehr knapp gehaltenen Vorlagen stellt die Verwaltung den geplanten Bau von Flüchtlingsunterkünften an drei Standorten vor. Zu diesem geplanten Investitionsprogramm der Stadt hat die SPD eine Reihe von Fragen zum weiteren Vorgehen und der Konkretisierung des Bauprogramms an den Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Immobilien gerichtet.
Darüber hinaus sieht die SPD- Fraktion den Bau einer zusätzlichen Unterkunft am Standort Holzheide als besonders problematisch. An diesem, bezogen auf die Stadtstruktur, eher isolierten Standort bestehen bereits eine große Flüchtlingsunterkunft sowie eine Unterkunft für wohnungslose Menschen. Der geplante Ausbau mit einer weiteren Unterkunft könnte die soziale Lage und Struktur vor Ort zu einer Entwicklung als sozialer Brennpunkt verstärken.

"Es ist richtig, dass die Stadt direkt neuen Wohnraum schafft. Wir als SPD haben seit langem immer wieder auf die Notwendigkeiten hingewiesen, mehr bezahlbaren Wohnraum in der Stadt zu schaffen. Trotz des aktuellen Handlungsdruckes muss der Bau zusätzlicher Flüchtlingsunterkünfte die sozialen Strukturen in den Wohnquartieren beachten. In der Vorlage 398 werden acht weitere Standorte aufgeführt. Wir fordern deshalb, dass die Verwaltung für den geplanten Bau einen alternativen Standort zu der Holzheide wählt", so Matthias Trepper abschließend.