SPD fordert „Beste Bildung für alle!“

Auf Einladung der Gütersloher SPD diskutierten mehr als 50 Gäste über notwendige Reformen für ein modernes und vor allem gerechteres Bildungssystem. Nach einem Kurzreferat des SPD-Kreisvorsitzenden und Landtagskandidaten für Gütersloh, Harsewinkel und Herzebrock-Clarholz Hans Feuß wurde das SPD-Programm „Beste Bildung für alle“ aus unter-schiedlichen Perspektiven beleuchtet.
Dazu trugen Petra Hakenberg, Schulleiterin der Janusz- Korczak- Gesamtschule, Lorenz Schwochow, Schüler am ESG und Mitglied im Aktionsforum Bildung sowie Olaf Grumbach, Schulpflegschaftsvorsitzender der Anne- Frank- Gesamtschule ihre Positionen vor, bevor das Publikum aktiv in die teilweise kontroversen, vom SPD-Stadtverbandsvorsitzenden Thomas Ostermann moderierten, Diskussionen einbezogen wurde.

Gerade in der Schulstrukturdebatte wurde deutlich, dass man sich im Ziel eines gerechten und leistungsfähigen Schulsystems einig war, jedoch für die Zukunft der unterschiedlichen Schulformen differente Positionen einnahm. Bei vielen anderen Punkten zeigte die Diskussion eine weitgehende Übereinstimmung.

Hans Feuß fasste das Programm in drei zentralen Aspekten zusammen:
„1. Keinen Abschluss ohne Anschluss. Ein besonderer Wert muss auf die Übergänge inner-halb des Bildungssystems, aber auch in die Gesellschaft gelegt werden.
2. Die Gemeinschaftsschule als Ganztagsschule. Schule als Ort sozialer Integration und Inklusion.
3. Die SPD wird nach einem Wahlsieg am 9. Mai ein Sofortprogramm umsetzen. Dazu zählen die Abschaffung der Verbindlichkeit der Grundschulgutachten, die Abschaffung der Kopfnoten, die Möglichkeit der Wiedereinführung von Schulbezirken, die Wiederherstellung der Drittelparität in der Schulkonferenz für eine stärkere Mitbestimmung der Schülerinnen und Schüler, das Ende der Diffamierung der Schulform Gesamtschule und die stärkere Entlastung von Schulleitungen.“
Auch aufgrund persönlicher, beruflicher Erfahrungen machte Feuß deutlich, „dass die Lehrerausbildung grundlegend reformiert werden muss. Es muss Schluss sein mit der hohen Zahl an Quereinsteigern. Lehrerinnen und Lehrer müssen hervorragend pädagogisch ausgebildet sein und im Studium bereits viele praktische Erfahrungen gesammelt haben.“

Eine Grundvoraussetzung für das Gelingen der beschriebenen Reformen ist der kostenfreie Zugang von der Kita bis zur Hochschule. „Gegenfinanziert wird das Ganze, genauso wie die zusätzlichen Mittel, die für die angestrebte Klassengröße von maximal 25 Schülerinnen und Schülern nötig sind, durch die Wiedereinführung der Vermögenssteuer, eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes um 2 Prozentpunkte und die Einführung einer Börsenumsatzsteuer“, so konnte Feuß die Frage nach einem möglichen Finanzierungsproblem klar beantworten.
„Es geht um die Zukunft und die beste Bildung für unsere Kinder. Und dafür sollte es uns das wert sein!“, so Hans Feuß abschließend.