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Pressemitteilung:

Gütersloh, 22. September 2017

Elvan Korkmaz fordert kreisweiten Handlungsplan für Werkvertragsarbeiter im Kreis Gütersloh

Mangelnde Kenntnis der eigenen Rechte und Ausbeutung auf dem Wohnungsmarkt: Die SPD-Bundestagskandidatin Elvan Korkmaz kritisiert, wie massiv die Probleme sind, unter denen die häufig zugewanderten Werkvertragsarbeitnehmer leiden. „Für die Ausbeutung dieser Menschen tragen bestimmte Unternehmen die Hauptverantwortung. Hier will die SPD aktiv werden! Aber um die Situation zu verbessern, müssen wir praktisch vor Ort handeln. Wir brauchen gemeinsame Anstrengungen – und deshalb einen Handlungsplan aller Kommunen und des Kreises Gütersloh“, fordert Elvan Korkmaz.
Unterstützung findet sie bei dem Vorsitzenden des „Sozialausschusses“ des Gütersloher Stadtrates, Volker Richter: „Spätestens seit dem Punkt, an dem ein ausgesetztes Baby am Media-Markt gefunden wurde, hätten wir als Politik handeln müssen, denn offensichtlich gibt es sich hier ein großes, im Hintergrund schwelendes Problem! Ich bin sehr froh, dass Elvan Korkmaz die Probleme angeht. Als Sozialausschussvorsitzender der größten Kommune im Kreis nehme ich die Initiative mit auf.“
In vielen Gesprächen ergründeten Korkmaz und Richter die Probleme, mit denen Werkvertragsarbeitnehmer konfrontiert sind: Mit Gudrun Bauer, Ombudsfrau für Integration und Sozialausschussvorsitzende in Rheda-Wiedenbrück, der Stadtverwaltung Rheda-Wiedenbrück, in einer Arbeitsgruppe auf der 1. Gütersloher Armutskonferenz und mit Vertretern der IG Werkfairträge (Gewerkschaftsinitiative mit Standort in Rheda-Wiedenbrück) sowie Caritas (auch Kreisfamilienzentrums Herzebrock-Clarholz) diskutierten sie die Probleme.
„Alltägliche Problembeispiele sind die mangelnde Kenntnis im Umgang mit deutschen Behörden, die Nicht-Wahrnehmung bestehender Rechte und der schlechte Zugang zu Sprachkursen. Und im Krankheitsfall werden die Menschen trotzdem zur Arbeit gedrängt“, beschreibt Korkmaz. „Ganz besonders irritiert bin ich über die Wohnverhältnisse, die manchmal für osteuropäische Arbeitnehmer existieren. Da gibt es nicht selten weniger als 10 qm Wohnfläche pro Person, Kinder eingeschlossen. Viele müssten eine zusätzliche Miete zahlen, weil sie die Wohnung über ihren Arbeitgeber gemietet haben. Oder sie verlieren ihre Wohnung, wenn ihr Arbeitsverhältnis plötzlich endet.“ Dass viele Wohnungen an Werkvertragsarbeiter überteuert und häufig „schwarz“ vermietet werden, führe insgesamt zu Verwerfungen für den heimischen Wohnungsmarkt. „Allein in Gütersloh gibt es eine vierstellige Zahl von Wohnungssuchenden. Diesem angespannten Wohnungsmarkt und den Betroffenen werden Wohnungen entzogen“, erläutert Korkmaz.
Die beschriebenen Problemstellungen seien vor Ort greifbar und erforderten gemeinsames Handeln: „Wir brauchen endlich ein kreisweites, kommunales Handlungskonzept, um zum Beispiel Stand-by-Wohnungen bereitzuhalten, die diesen Menschen und ihren Familien in Notsituationen helfen“, fordert Korkmaz. Als Bundestagsabgeordnete werde sie sich auch dafür einsetzen, dass der Bund seinen Beitrag zur Schaffung von dringend notwendigem Wohnraum leistet: „Wir brauchen schnell mehr Zukunftsinvestitionen in preisgünstigen Wohnraum vor Ort!“



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